Die Bitte ist ausgesprochen. Du willst Nein sagen. Und hörst dich trotzdem zustimmen. Später ärgerst du dich über den anderen, obwohl du deine Grenze selbst verschoben hast.
Ein schlechtes Gewissen verschwindet nicht immer, nur weil du eine vernünftige Entscheidung getroffen hast. Du kannst es bemerken und trotzdem bei deinem Nein bleiben.
1. Prüfe die Bitte, bevor du antwortest
Will ich das? Habe ich dafür Zeit? Was muss dafür zurückstehen? Wenn du noch keine Antwort hast, sag: „Ich schaue nach und gebe dir morgen Bescheid.“ Du musst eine Anfrage nicht im selben Moment entscheiden.
2. Sag, was gilt
„Das übernehme ich diese Woche nicht.“ Oder: „Heute passt es für mich nicht.“ Eine kurze Erklärung kann helfen. Eine lange Rechtfertigung macht deine Grenze oft zur Verhandlung.
Im Arbeitsalltag stehen auch Aufgaben und Zuständigkeiten im Raum. Dann kann die klare Antwort heißen: „Ich kann das zusätzlich übernehmen, wenn wir Aufgabe X verschieben. Welche Priorität gilt?“
3. Halte die Reaktion aus
Jemand darf enttäuscht sein. Du darfst dennoch entscheiden, wofür du deine Zeit und Kraft einsetzt. Wenn nachgefragt wird, kannst du ruhig wiederholen: „Ich verstehe deine Bitte. Meine Entscheidung bleibt.“
Wähle eine kleine Bitte, bei der du sonst vorschnell zustimmst. Formuliere deine Antwort vorher in einem Satz.
Grenzen entstehen nicht dadurch, dass alle sie gut finden. Sie werden verständlich, wenn du sie klar aussprichst und danach handelst.
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HERR A.